Hochzeitscheckliste: Was ihr wann erledigen solltet, von 12 Monaten bis zum Tag X
Die meisten Paare planen ihre Hochzeit in 12 bis 18 Monaten. Die Reihenfolge ist dabei wichtiger als das Tempo. Wer den Fotografen vor der Location bucht, hat ein Problem, wenn der Wunschtermin nicht frei ist.

12 bis 10 Monate vorher
- Budget und grobe Gästezahl festlegen
- Datum und Stil klären
- Location besichtigen und buchen
- Trauzeugen fragen
10 bis 8 Monate vorher
- Fotograf, DJ oder Band, freie Trauung oder Redner buchen
- Catering, falls nicht über die Location
- Save the Date verschicken, besonders bei Gästen von weit weg
- Zimmerkontingent reservieren
8 bis 6 Monate vorher
- Brautkleid und Anzug aussuchen, die Lieferzeiten sind lang
- Termin beim Standesamt klären, die Anmeldung ist meist bis zu sechs Monate vorher möglich
- Floristik und Deko planen
6 bis 4 Monate vorher
- Einladungen gestalten und verschicken
- Ringe aussuchen
- Menü probieren und festlegen
- Hochzeitstorte bestellen
3 bis 2 Monate vorher
- Rückmeldungen einsammeln und nachfassen
- Ablauf des Tages mit allen Dienstleistern abstimmen
- Friseur und Make-up testen
- Musikwünsche an DJ oder Band
6 bis 2 Wochen vorher
- Sitzplan erstellen, siehe Anleitung in 6 Schritten
- Finale Gästezahl und Allergien an die Location
- Tischkarten, Menükarten und Sitzplan drucken
- Letzte Anprobe
Die letzte Woche
- Trinkgeld-Umschläge und Zahlungen vorbereiten
- Notfalltasche packen
- Deko an die Location bringen
- Ablaufplan an Trauzeugen und Dienstleister
- Schlafen
Warum die Reihenfolge so wichtig ist
Fast alles in der Hochzeitsplanung hängt an zwei Entscheidungen: Datum und Location. Erst wenn beides steht, könnt ihr Fotograf, DJ oder Catering anfragen, denn die fragen als Erstes nach dem Termin. Wer sich zuerst in einen Fotografen verliebt und dann keine Location an dessen freien Tagen findet, fängt von vorn an.
Die Gästezahl kommt direkt danach. Sie bestimmt, wie groß der Raum sein muss und wie viel ein großer Teil des Budgets ausmacht. Eine grobe Zahl reicht am Anfang. Ob es am Ende 74 oder 81 Gäste werden, spielt für die Location noch keine Rolle, ob es 60 oder 120 werden, schon. Wie ihr diese Zahl findet, steht im Artikel Gästeliste erstellen.
Was fast immer zu spät kommt
Drei Dinge werden in der Planung gern nach hinten geschoben und dann knapp:
- Unterlagen fürs Standesamt: Geburtsurkunden, Aufenthaltsbescheinigungen und bei Partnern aus dem Ausland weitere Nachweise. Das kann Wochen dauern. Fragt früh beim Standesamt nach, was ihr braucht.
- Rückmeldungen: Selbst mit klarer Frist fehlen am Stichtag oft noch viele Antworten. Plant zwei Wochen fürs Nachfassen ein, siehe Rückmeldungen einsammeln.
- Der Sitzplan: Er hängt an den Rückmeldungen und wird deshalb erst spät fertig. Fangt trotzdem früh mit den Gruppen an, dann müsst ihr am Ende nur noch Namen verschieben.
In sechs Monaten geht es auch, dann mit mehr Flexibilität beim Datum. Freie Termine an Freitagen oder in der Nebensaison gibt es oft noch kurzfristig. Bucht dann Location und Fotograf in derselben Woche und verschickt statt Save the Date direkt die Einladung.
Verteilt Aufgaben. Trauzeugen, Eltern und Freunde helfen gern, wenn sie konkrete Aufträge bekommen. Mehr dazu im Artikel Aufgaben der Trauzeugen.
In Tafelplan ist diese Checkliste schon angelegt, aufgeteilt in Phasen mit Fristen. Ihr tragt euer Hochzeitsdatum ein, und die Fälligkeiten rechnen sich davon rückwärts. Eigene Aufgaben könnt ihr dazuschreiben und einer Person zuordnen.
Checkliste mit Fälligkeiten
Aufgaben mit Datum und Verantwortlichen, damit nichts durchrutscht.