Essen auf der Hochzeit: Buffet oder Menü, und was die Küche bei Allergien und veganen Gästen braucht
Die Frage klingt nach Geschmackssache, hat aber Folgen für den ganzen Abend: Wie lange das Essen dauert, ob ihr einen festen Sitzplan braucht und wie gut Allergien berücksichtigt werden.

Das gesetzte Menü
Drei oder vier Gänge, am Platz serviert. Das wirkt festlich, alle essen gleichzeitig, und zwischen den Gängen ist Zeit für Reden. Ihr braucht einen festen Sitzplan, weil der Service wissen muss, wer was bekommt, gerade wenn Gäste vorab zwischen Fleisch, Fisch und vegetarisch wählen.
Plant für drei Gänge mit Reden gut zwei bis zweieinhalb Stunden ein.
Das Buffet
Jeder nimmt, was er mag und so viel er mag. Das ist lockerer, die Gäste stehen auf und mischen sich. Für Allergiker ist es schwieriger, weil Beschriftungen fehlen oder Löffel in der falschen Schüssel landen. Kennzeichnet jedes Gericht mit den wichtigsten Allergenen.
Ein Nachteil: Schlangen. Bei mehr als 80 Gästen braucht es zwei Seiten oder mehrere Stationen. Ruft die Tische nacheinander auf.
Vorspeise am Platz serviert, Hauptgang als Buffet, Dessert als Station. Das verbindet einen festlichen Start mit lockerem Weiteressen.
Flying Dinner
Kleine Portionen werden über Stunden von Servicekräften herumgereicht. Sehr kommunikativ, weil niemand an seinen Platz gebunden ist. Allerdings braucht es genug Sitzmöglichkeiten, sonst stehen ältere Gäste den ganzen Abend. Und es ist oft nicht günstiger, weil viel Personal nötig ist.
Was ist günstiger?
Pauschal lässt sich das nicht sagen. Beim Buffet wird meist mehr Essen eingeplant, beim Menü mehr Personal. Holt euch für beide Varianten ein Angebot und vergleicht die Preise pro Person inklusive Service. Tipps dazu im Artikel Kosten pro Gast.
Beim Buffet bedienen sich die Gäste selbst. Lasst jedes Gericht mit den wichtigsten Allergenen beschriften. Für Gäste mit schweren Allergien ist ein eigener, am Platz servierter Teller sicherer.
Allergien und vegane Gäste: was die Küche wirklich braucht
Auf fast jeder Hochzeit gibt es Gäste, die vegetarisch oder vegan essen, eine Allergie haben oder auf Gluten verzichten müssen. Für die Küche ist das kein Problem, solange sie rechtzeitig genau weiß, wer was bekommt und wo diese Person sitzt.
Früh und mit festen Optionen abfragen
Fragt Allergien und Ernährungsformen gleich mit der Zusage ab, nicht erst zwei Wochen vor der Feier. Am besten mit festen Auswahlmöglichkeiten (Fleisch, Fisch, vegetarisch, vegan) und einem freien Feld für Allergien. Freitext wie „esse wenig Fleisch“ hilft der Küche nicht weiter. Fragt bei Allergien auch nach, wie ernst es ist. Eine Laktoseintoleranz ist etwas anderes als eine Nussallergie, bei der schon Spuren gefährlich sind.
Sitzplatzgenau übergeben
„Es gibt vier Gäste mit Zöliakie“ reicht nicht. Der Service muss wissen: Tisch 3, Platz 2, Anna Meier, glutenfrei. Nur dann kommt der richtige Teller ohne Nachfragen an den richtigen Platz. Ein kleines Symbol auf der Tischkarte, etwa ein Blatt für vegan, hilft beim Servieren und stört niemanden, solange es dezent bleibt.
Ein paar Portionen Reserve
Plant zwei oder drei vegetarische Portionen mehr ein, als angemeldet sind. Es entscheidet sich fast immer jemand spontan um. Kinder bekommen oft ein eigenes Menü, und auch Schwangere, die auf Rohmilchkäse oder rohen Fisch verzichten, gehören in die Liste.
Die Küchenliste fürs Catering sollte am Ende enthalten:
- Gesamtzahl der Menüs nach Art (Fleisch, Fisch, vegetarisch, vegan, Kinder)
- Aufteilung pro Tisch
- Allergien mit Name, Tisch und Platz
- Ansprechperson am Abend (Trauzeuge oder Trauzeugin) mit Handynummer
In Tafelplan hängen Essenswünsche und Allergien direkt am Gast. Die Export-Zentrale erzeugt daraus eine Küchenliste pro Tisch, Allergien sind rot markiert.
Häufige Fragen
Brauche ich beim Buffet einen Sitzplan?
Nicht zwingend, aber es ist oft entspannter. Mehr im Artikel freie Platzwahl.
Was, wenn Gäste beim Menü nichts vorbestellt haben?
Dann bekommen sie das Standardgericht. Fragt die Menüwahl deshalb mit der Rückmeldung ab.
Muss man Allergien auf der Menükarte angeben?
Für die Menükarte ist das freiwillig, für das Catering aber Pflichtinformation. Fragt euren Caterer, wie er Allergene kennzeichnet.
Menüwahl pro Gast
Menü und Allergien je Gast erfassen, die Küchenliste pro Tisch entsteht automatisch.