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Sitzplan & Tische

Sitzordnung bei geschiedenen Eltern: So bleibt die Hochzeit entspannt

Wenn Eltern getrennt sind, wird aus der Frage „Wer sitzt am Brauttisch?“ schnell ein Minenfeld. Die gute Nachricht: Es gibt ein paar Aufstellungen, die fast immer funktionieren. Welche passt, hängt vor allem davon ab, wie die beiden heute miteinander umgehen.

Ältere Gäste lachen an einem runden Tisch in einer beleuchteten Scheune
Symbolbild, KI-generiert

Erst ehrlich einschätzen, dann planen

Bevor ihr Tische verschiebt, beantwortet eine Frage: Können eure Eltern einen Abend lang freundlich nebeneinander sitzen? Nicht beste Freunde sein, nur höflich. Wenn ja, habt ihr viele Möglichkeiten. Wenn nein, geht es darum, Abstand zu schaffen, ohne dass es wie eine Rangordnung aussieht.

Fragt im Zweifel direkt nach. Die meisten Eltern sind erleichtert, wenn sie gefragt werden, statt am Tag selbst vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden.

Vier Aufstellungen, die sich bewährt haben

1. Zwei Elterntische, spiegelbildlich

Jeder Elternteil bekommt einen eigenen Tisch, beide gleich weit vom Brauttisch entfernt, einer links, einer rechts. Dazu die jeweiligen Partner, Geschwister und enge Freunde. Das ist die sicherste Lösung bei angespanntem Verhältnis, weil niemand sagen kann, er sitze weiter hinten.

2. Brauttisch nur für euch und die Trauzeugen

Wenn die Eltern gar nicht am Brauttisch sitzen, stellt sich die Frage nach der Nähe erst gar nicht. Ihr sitzt mit Trauzeugen und deren Partnern vorn, alle Eltern an eigenen Tischen in der ersten Reihe. Mehr dazu im Artikel Brauttisch: Wer sitzt wo?.

3. Langer Brauttisch mit Puffer

Bei einer langen Tafel könnt ihr euch in die Mitte setzen und die Elternteile jeweils an die Enden, dazwischen Trauzeugen oder Geschwister. So sitzen alle vorn, aber niemand direkt nebeneinander.

4. Alle zusammen

Verstehen sich die Eltern gut, ist ein gemeinsamer Familientisch schön. Setzt neue Partner trotzdem mit an den Tisch, nicht an einen Nebentisch.

Neue Partner nie wegsortieren

Wer die Stiefmutter oder den neuen Freund des Vaters an einen entfernten Tisch setzt, sendet eine klare Botschaft. Wer eingeladen ist, sitzt beim Menschen, mit dem er gekommen ist.

Blickachsen und Wege mitdenken

Getrennte Tische helfen wenig, wenn die beiden sich den ganzen Abend über die Tanzfläche hinweg anstarren. Achtet darauf, dass die Stühle so stehen, dass man nicht frontal aufeinander schaut. Und legt die Tische nicht so, dass einer ständig am anderen vorbei zum Buffet oder zur Bar muss.

Mit den Eltern vorher sprechen

Erklärt beiden Elternteilen vor der Hochzeit, wie der Sitzplan aussieht und warum. Wer weiß, was ihn erwartet, kann sich darauf einstellen. Fragt auch, ob es Wünsche gibt, etwa jemanden, mit dem ein Elternteil gern zusammensitzen möchte. Oft entspannt schon dieses Gespräch die Lage, weil sich niemand übergangen fühlt.

Momente außerhalb des Sitzplans

Der Sitzplan ist nur ein Teil. Überlegt vorher, wie ihr mit Fotos, Reden und dem Eltern-Tanz umgeht. Getrennte Familienfotos sind völlig normal. Bei Reden kann es fair sein, dass jede Seite einmal spricht, statt dass nur ein Elternteil das Mikro bekommt.

Eine Vertrauensperson einweihen

Bittet eine Trauzeugin oder einen Onkel, ein Auge auf die Situation zu haben. Wenn es doch hakt, kann diese Person unauffällig umlenken, ohne dass ihr euren Abend unterbrechen müsst.

Häufige Fragen

Muss ich beide Elternteile gleich behandeln?

Nach außen ja, also gleiche Entfernung, gleiche Tischgröße, gleiche Aufmerksamkeit. Innerlich dürft ihr natürlich unterschiedliche Beziehungen haben.

Was, wenn ein Elternteil nicht kommen will, wenn der andere kommt?

Das ist eine Entscheidung dieser Person, nicht eure. Macht ein faires Angebot mit Abstand im Sitzplan und bleibt dann dabei.

Elterntische im Plan ausprobieren

Tische per Drag & Drop spiegeln und Abstände direkt im Saalplan sehen.

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