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Budget & Kosten

Hochzeitsbudget planen: Aufteilung in Prozent, 9 versteckte Kosten und Trinkgeld

Die großen Posten einer Hochzeit hat jeder im Kopf: Location, Essen, Kleid, Fotograf. Teuer wird es aber oft bei den Kleinigkeiten, die in keinem ersten Angebot stehen. Hier steht, wie ihr das Budget grob aufteilt, welche neun Posten fast jedes Paar überraschen und wie ihr mit Trinkgeld umgeht.

Erschrockenes Brautpaar schaut auf eine lange Rechnung am Hochzeitstisch
Symbolbild, KI-generiert

Zuerst die Gesamtsumme, dann die Aufteilung

Klärt, wie viel ihr insgesamt ausgeben wollt und könnt, auch ob Eltern etwas beisteuern und in welcher Höhe. Schreibt die Summe auf. Ab jetzt ist sie die Grenze. Viele Paare in Deutschland landen irgendwo zwischen 10.000 und 30.000 Euro, abhängig vor allem von Gästezahl und Region. Deshalb helfen am Anfang Prozente mehr als ein Durchschnittswert. Als Startpunkt nutzen viele diese Anteile:

  • Location, Essen und Getränke: 40 bis 50 %
  • Fotograf und Video: 8 bis 12 %
  • Kleidung, Styling, Ringe: 8 bis 12 %
  • Musik (DJ oder Band): 5 bis 8 %
  • Deko und Blumen: 5 bis 10 %
  • Papeterie, Gastgeschenke: 2 bis 4 %
  • Trauung, Standesamt, Redner: 2 bis 5 %
  • Puffer für Unvorhergesehenes: 10 %
Beispiel mit 20.000 Euro

Rund 10.000 € für Location und Catering, 2.000 € Fotograf, 2.000 € Kleidung und Ringe, 1.400 € Musik, 1.400 € Deko, 600 € Papeterie, 600 € Trauung und 2.000 € Puffer.

Die Prozente sind kein Gesetz. Wenn euch Fotos wichtiger sind als Blumen, verschiebt das Budget. Jeder von euch nennt die drei Dinge, die ihm am wichtigsten sind. Dort wird nicht gespart, beim Rest schon. Der größte Hebel bleibt aber die Gästezahl: 20 Gäste weniger sparen oft mehr als jede Deko-Entscheidung. Mehr dazu im Artikel über die Kosten pro Gast.

Warum Hochzeitsbudgets so oft überzogen werden

Die meisten Angebote sind ehrlich, aber unvollständig. Eine Location nennt die Saalmiete, nicht die Endreinigung. Der Caterer rechnet pro Gast, aber mit Servicezeit bis Mitternacht. Wer nur die Angebotssummen addiert, landet fast immer zu niedrig. Plant deshalb von Anfang an einen Puffer von etwa zehn Prozent ein und fragt bei jedem Dienstleister gezielt nach dem, was nicht im Angebot steht.

Die 9 versteckten Kosten

1. Korkgeld und Tellergeld

Bringt ihr eigenen Wein oder die Torte vom Lieblingskonditor mit, verlangen viele Locations Korkgeld pro Flasche und Tellergeld pro Person. Das ist legitim, weil Gläser gespült und Teller gestellt werden. Lasst euch die Beträge schriftlich geben, bevor ihr 60 Flaschen einkauft.

2. Nachtzuschläge für den Service

Ab einer bestimmten Uhrzeit, oft ab ein Uhr nachts, wird der Stundensatz fürs Servicepersonal teurer. Bei mehreren Kräften und einer Party bis vier Uhr kommt schnell ein dreistelliger Betrag zusammen. Fragt nach dem Endzeitpunkt, der im Preis enthalten ist.

3. Reinigung und Müll

Konfetti, Glitzer und Reis auf dem Rasen können eine Sonderreinigung auslösen. Manche Locations verbieten es gleich ganz. Klärt das vorher, sonst zahlt ihr nach der Feier.

4. Papeterie-Nachdrucke und Porto

Quadratische oder dicke Umschläge kosten mehr Porto als ein normaler Brief. Dazu kommen vergessene Gäste und Tippfehler. Druckt etwa 10 bis 15 Prozent mehr Karten, als ihr braucht.

5. GEMA und Musik

Bei privaten Feiern ist Musik oft kein Thema, bei Veranstaltungen in öffentlichen Räumen kann die GEMA aber relevant werden. Fragt bei Location und DJ nach, wer sich darum kümmert.

6. Anfahrt und Übernachtung von Dienstleistern

Fotograf, Band oder Traurednerin kommen nicht immer aus der Nähe. Fahrtkosten und ein Hotelzimmer stehen meist im Kleingedruckten.

7. Essen für Dienstleister

Wer zwölf Stunden fotografiert, muss essen. Rechnet für Fotograf, DJ und Videograf ein Dienstleister-Essen ein. Das ist kein Luxus, sondern fair und oft vertraglich vereinbart.

8. Überstunden

Fotograf und DJ rechnen meist in Paketen. Jede Stunde darüber hinaus kostet extra. Legt vorher fest, bis wann ihr sie wirklich braucht.

9. Trinkgeld

Trinkgeld für Service, Küche und Fahrer ist freiwillig, wird aber oft erwartet und fehlt in fast jedem Budget. Wie viel üblich ist, steht weiter unten.

Kosten pro Gast im Blick behalten

Essen, Getränke und Gastgeschenke hängen direkt an der Gästezahl. Im Budget-Planer von Tafelplan tragt ihr solche Posten als „pro Gast“ ein, dann wächst die Summe automatisch mit jeder Zusage mit.

Trinkgeld: wer bekommt wie viel?

Üblich ist Trinkgeld vor allem beim Service-Personal der Location oder des Caterers, das oft zwölf Stunden und mehr arbeitet. Bei selbstständigen Dienstleistern wie Fotograf oder DJ, die ihren eigenen Preis machen, ist es eine freundliche Geste, aber nicht erwartet. Grobe Richtwerte:

  • Service-Team: etwa 5 Prozent der Catering-Rechnung oder ein fester Betrag pro Servicekraft
  • Küche: ein Betrag für das Küchenteam, wenn ihr zufrieden wart
  • DJ, Band, Fotograf: optional, eine gute Bewertung freut oft mehr
  • Friseurin und Visagistin: 10 bis 15 Prozent, wie im Salon
  • Fahrer, Shuttle: ein kleiner Betrag pro Fahrer

Bei 80 Gästen und 9.000 Euro Catering-Rechnung sind 5 Prozent für den Service etwa 450 Euro. Mit Küche, Shuttle und Styling kommt ihr schnell auf gut 550 Euro. Manche Rechnungen enthalten schon eine Servicepauschale. Fragt nach, ob davon etwas beim Personal ankommt, bevor ihr doppelt zahlt.

Packt beschriftete Umschläge vorab und gebt sie einer Vertrauensperson, meist dem Trauzeugen. Beim Service geht das Geld am Ende des Abends an die Leitung, die es aufteilt. Wer früher geht, etwa die Küche nach dem Dessert, bekommt den Umschlag vorher. Ein Satz wie „Danke, dass ihr den Abend so schön gemacht habt“ bleibt oft länger hängen als der Betrag.

Budget laufend pflegen

Tragt Anzahlungen gleich ein, wenn ihr sie leistet. So seht ihr jederzeit, was schon bezahlt ist und was am Ende noch fällig wird. Das ist wichtiger als die Gesamtsumme, weil viele Restzahlungen in den letzten zwei Wochen vor der Feier anstehen.

Häufige Fragen zum Hochzeitsbudget

Wie viel Puffer ist sinnvoll?

Etwa zehn Prozent der Gesamtsumme. Wer ihn nicht braucht, hat Geld für die Flitterwochen übrig.

Wann ist die Restzahlung fällig?

Das steht im Vertrag, häufig ein bis zwei Wochen vor der Feier. Notiert euch die Termine in der Checkliste.

Budget planen, ohne Excel-Chaos

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